Lamas

Das Lama kommt aus den südamerikanischen Anden. Es diente vor allem als Lasttier – auf dem amerikanischen Doppelkontinent wurde kein anderes Tier zu diesem Zweck domestiziert. Daneben ist auch die Wolle nutzbar, obwohl hier das Alpaka als wertvoller erachtet wurde. Die indianischen Völker der Anden aßen außerdem das Fleisch des Lamas, fertigten Leder aus seiner Haut, machten Kerzen aus seinem Fett und nutzten die Exkremente als Brennstoff. Für die Zivilisation der Inka war das Lama von überragender Bedeutung. Über zehn Millionen Lamas wurden zur Zeit der spanischen Eroberung Südamerikas von den Inka und ihren Vasallenvölkern gehalten, mit der spanischen Conquista verlor das Tier allmählich an Bedeutung zugunsten von Pferden und Schafen. Es wird angenommen, dass der Bestand in den hundert Jahren, die auf die Eroberung folgten, um etwa 90 Prozent zurückging.

Das Lama gehört zur Familie der Kamele und zu der Ordnung der Schwielensohler. Es zählt neben dem Vikunja, Guanako und dem Alpaka zu den Neuweltkamelen.

Lamas erreichen eine Schulterhöhe von 110 bis 130 cm und ein Gewicht von 120 bis 150 kg. Im Gegensatz zu den Altweltkamelen haben Lamas keinen Höcker. Es gibt einfarbig weiße, braune und schwarze Lamas sowie solche, die in diesen Farben gefleckt oder gemustert sind.  Wie Altweltkamele haben Lamas an den Füßen Sohlenpolster (Tylopoden), und ihre Oberlippe ist gespalten und sehr beweglich.

Lamas ernähren sich von Gräsern, krautigen Pflanzen, Sträuchern, Flechten, Blättern und Pilzen. Lamas sind gewohnt, in Herden zu leben, sie sind auch klassische Fluchttiere. Dies ist bei den Lamas jedoch nicht so stark ausgeprägt wie etwa bei Pferden. Angeführt wird eine solche Herde von einem Alphamännchen, das nicht unbedingt das stärkste Lama sein muss, sondern bei Gefahren die Ruhe bewahrt und den übrigen Herdentieren Sicherheit vermittelt.

Lamas spucken im Regelfall auf ihre Artgenossen und nicht auf den Menschen. Wenn ein Lama auf einen Menschen spuckt, weist dies oft auf eine Fehlprägung hin oder das Lama wurde äußerst belästigt oder sogar gequält. Lamas spucken in der Regel, um ihre Dominanz in der Herde zu zeigen, das Rangverhältnis zwischen den Artgenossen zu klären oder aufdringliche Artgenossen auf Distanz zu halten. Dabei beweisen sie eine erstaunliche Treffsicherheit.

Lamastuten sind das ganze Jahr über fähig,   erfolgreich gedeckt zu werden. Die Tiere erreichen die Geschlechtsreife mit zwei Jahren. Nach einer Tragezeit von elf bis zwölf Monaten wird ein Fohlen, genannt Cria, geboren. In extrem seltenen Fällen gibt es Zwillingsgeburten.

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